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	<title>Kommentare zu: von Glasersfeld und Gartengestaltung</title>
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	<description>Just another WordPress.com weblog</description>
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		<title>Von: maltem</title>
		<link>http://schnittmengen.wordpress.com/2009/04/21/von-glasersfeld-und-gartengestaltung/#comment-20</link>
		<dc:creator>maltem</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 14:50:48 +0000</pubDate>
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		<description>Nun ja, die existenz von objektiven Wahrheiten stellt es wirklich nicht in Frage. Allerdings find ich es ja schon fast grob, eine leicht ungenaue Abbildung mit Lügen zu vergleichen. Darauf möchte ich jedoch nicht eingehen, da Lügen ja in den Moralischen Bereich gehört, was ja doch etwas anderes ist.
Im Rückblick auf unsere letzte mündliche Diskussion ist mir allerdings aufgefallen, das die Existenz oder Nicht-Existenz von Objektiven wahrheiten insofern für mich wohl eher irrelevant ist:
Wenn sich die Existenz von etwas mir auf Grund meiner Beobachtungs-Position nicht offenbaren kann, kann ich diese Existenz schwerlich mit in die Entwicklung einer irgendwie gearteten Handlungsanweisung einbeziehen, geschweige denn ihr zur Grundlage machen. 
Aus den bereits angedeuteten Gründen ist es mir schlicht nicht möglich die Grundsätzliche (also für jede beliebige Fragestellung) Existenz einer Objektiven Wahrheit festzustellen. Noch viel weniger ist es mir möglich die grundsätzliche Nicht-Existenz festzustellen (denn dies wäre eine selber eine Objektive Wahrheit).
Das Konzept des viablen Weges, beziehungsweise der Objektivität des Konsens (verkürzt benannt) ist für mich insofern sinnvoll, als dass es in beiden Fällen stark ist: Sollte es eine objektive Wahrheit geben, so ist die Wahrscheinlichkeit dass ich ihr auf diese Art Nahe komme verhältnismäßig groß. Sollte es sie nicht geben, so ist die Wahrscheinlichkeit das ich einer starken, viablen Wahrheit nahe kommen ebenfalls extrem groß.
Die Wahl von Euklidischer Geometrie zur Gartenplanung statt Sphärischer, geschieht ja auch aus gutem Grund: Wenn ich 0,00000002 Promille der Kugeloberfläche (ca ein qkm)in Euklidische Geometrie überführe, so sind die Berechnungsfehler derart gering, das vermutlich die Dicke meines Bleistiftes ein vielfaches mehr an relevanz besitzt. Gleichzeitig wäre es ein unglaublicher Rechenaufwand, in jeden Wert die transzendente Zahl π einzuberechnen, die wiederum nur als rundungswert verwendet werden KANN. (Da Transzendent).
Mein Beispiel geht also eher dahin, zu zeigen, dass die &quot;objektive Wahrheit&quot; falls sie existieren sollte, ab einem gewissen Grad der Annäherung irrelevant wird. Und Annäherung egal ob an eine Objektive wahreheit oder von mehreren subjektiven aneinander, erfolgt eben konstruktivistisch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ja, die existenz von objektiven Wahrheiten stellt es wirklich nicht in Frage. Allerdings find ich es ja schon fast grob, eine leicht ungenaue Abbildung mit Lügen zu vergleichen. Darauf möchte ich jedoch nicht eingehen, da Lügen ja in den Moralischen Bereich gehört, was ja doch etwas anderes ist.<br />
Im Rückblick auf unsere letzte mündliche Diskussion ist mir allerdings aufgefallen, das die Existenz oder Nicht-Existenz von Objektiven wahrheiten insofern für mich wohl eher irrelevant ist:<br />
Wenn sich die Existenz von etwas mir auf Grund meiner Beobachtungs-Position nicht offenbaren kann, kann ich diese Existenz schwerlich mit in die Entwicklung einer irgendwie gearteten Handlungsanweisung einbeziehen, geschweige denn ihr zur Grundlage machen.<br />
Aus den bereits angedeuteten Gründen ist es mir schlicht nicht möglich die Grundsätzliche (also für jede beliebige Fragestellung) Existenz einer Objektiven Wahrheit festzustellen. Noch viel weniger ist es mir möglich die grundsätzliche Nicht-Existenz festzustellen (denn dies wäre eine selber eine Objektive Wahrheit).<br />
Das Konzept des viablen Weges, beziehungsweise der Objektivität des Konsens (verkürzt benannt) ist für mich insofern sinnvoll, als dass es in beiden Fällen stark ist: Sollte es eine objektive Wahrheit geben, so ist die Wahrscheinlichkeit dass ich ihr auf diese Art Nahe komme verhältnismäßig groß. Sollte es sie nicht geben, so ist die Wahrscheinlichkeit das ich einer starken, viablen Wahrheit nahe kommen ebenfalls extrem groß.<br />
Die Wahl von Euklidischer Geometrie zur Gartenplanung statt Sphärischer, geschieht ja auch aus gutem Grund: Wenn ich 0,00000002 Promille der Kugeloberfläche (ca ein qkm)in Euklidische Geometrie überführe, so sind die Berechnungsfehler derart gering, das vermutlich die Dicke meines Bleistiftes ein vielfaches mehr an relevanz besitzt. Gleichzeitig wäre es ein unglaublicher Rechenaufwand, in jeden Wert die transzendente Zahl π einzuberechnen, die wiederum nur als rundungswert verwendet werden KANN. (Da Transzendent).<br />
Mein Beispiel geht also eher dahin, zu zeigen, dass die &#8222;objektive Wahrheit&#8220; falls sie existieren sollte, ab einem gewissen Grad der Annäherung irrelevant wird. Und Annäherung egal ob an eine Objektive wahreheit oder von mehreren subjektiven aneinander, erfolgt eben konstruktivistisch.</p>
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		<title>Von: fellzwerg</title>
		<link>http://schnittmengen.wordpress.com/2009/04/21/von-glasersfeld-und-gartengestaltung/#comment-19</link>
		<dc:creator>fellzwerg</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 08:56:43 +0000</pubDate>
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		<description>Du scheinst mir im Kern aufzuzeigen, dass etwas Falsches brauchbar sein kann. Für den Nachweis braucht man aber keine Geometrie. Der Hinweis auf Lügen reicht. Wie auch immer, es stellt die Existenz von objektiven Wahrheiten anscheinend eh nicht in Frage. Welcher Realist leugnet denn die Brauchbarkeit von etwas Falschem?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Du scheinst mir im Kern aufzuzeigen, dass etwas Falsches brauchbar sein kann. Für den Nachweis braucht man aber keine Geometrie. Der Hinweis auf Lügen reicht. Wie auch immer, es stellt die Existenz von objektiven Wahrheiten anscheinend eh nicht in Frage. Welcher Realist leugnet denn die Brauchbarkeit von etwas Falschem?</p>
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